Wer ist eigentlich unsere ideale Kundschaft und wie erreichen wir sie am besten? Diese Frage stellen sich viele Unternehmen praktisch jeden Tag. Neben Zielgruppenanalysen gewinnt auch die Buyer Person immer mehr an Bedeutung. Doch was genau ist die Buyer Persona eigentlich und was sind die Vorteile, wenn ein Unternehmen solche fiktiven Personen erstellt?

Was ist eine Buyer Persona?

Das Problem, was viele Unternehmen mit der Zielgruppe haben, ist die Tatsache, dass sie oft ein ziemlich breites Feld darstellt. Gerade wenn es darum geht, mit Marketingmaßnahmen oder Produkten und Dienstleistungen gezielt potenzielle Kundschaft anzusprechen, kann sich dies zu einem Problem entwickeln. So wird dann häufig ein sehr weites Netz ausgeworfen, in der Hoffnung, etwas zu fangen. Da dies nicht sonderlich effizient ist, entwickeln immer mehr Unternehmen sogenannte Buyer Persona. Dabei handelt es sich um quasi fiktive Personen, die abstrakt die idealen oder typische Kundschaft abbilden.

Die Buyer Persona hilft Unternehmen dabei, ihre Kundschaft kennenzulernen. Auch wenn es sich um eine fiktive Person handelt, basieren ihre Eigenschaften auf denen von real existierenden Kundschaft. Dadurch kann ein Unternehmen die Bedürfnisse, Wünsche und Herausforderungen seiner Kunden besser verstehen und ist so in der Lage gezielter Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die der Kundschaft weiterhelfen.

Zielgruppe vs. Buyer Persona:

Verwechseln Sie Buyer Personas nicht mit der Zielgruppe! Der Begriff „Zielgruppe“ bezeichnet alle Menschen, die Sie mit einer Marketing-Kampagne ansprechen wollen. Eine Buyer Persona hat – anders als eine Zielgruppe – ein konkretes Gesicht. Bei ihr handelt es sich um eine fiktive Person, die Ihren typischen Kunden repräsentiert.

Die Vorteile von Buyer Personas

Die Vorteile von Buyer Personas

Das Erstellen einer Buyer Persona hat für Unternehmen mehrere Vorteile. So macht die fiktive Person die eigene Zielgruppe beispielsweise deutlich greifbarer. Anstatt mit abstrakten Personengruppen zu arbeiten, gibt man seiner Kundschaft durch die Buyer Person quasi ein Gesicht und eine Persönlichkeit. In der Folge ist die Kundschaft nun gleich viel menschlicher und das Verhalten lässt sich besser prognostizieren. Darüber hinaus ist es natürlich einfacher, Inhalte zu erschaffen, wenn diese sich an bestimmte Personen richten. Die Kundschaft fühlt sich davon wiederum deutlich mehr angesprochen, da das Gefühl einer persönlichen Bindung entsteht. Auch lassen sich Marketingmaßnahmen deutlich effektiver durchführen, da durch gezieltere Aktionen weniger Streuverluste entstehen.

Beispielfall aus der Praxis:

Verena Verbung leitet das Marketing in der Klever GmbH. Um für künftige Marketingaktionen die Kundschaft noch besser anzusprechen, erstellt sie passende Buyer Personas. Damit versteht sie die Bedürfnisse potenzieller Kundschaft besser und kann ihre Maßnahmen zielgerichteter planen.

Eine Buyer Persona erstellen

Um eine Buyer Persona zu erstellen, müssen Unternehmen oft etwas Aufwand betreiben. Das Ergebnis ist die Mühen in der Regel jedoch wert. Der Schlüssel zu einer nützlichen Buyer Persona sind Informationen. Es geht darum, die Kundschaft kennenzulernen, was bedeutet, dass man Wissen sammeln muss. Dazu kann beispielsweise das Auswerten gesammelter Daten wie Demografie der Kunden oder Kaufverhalten gehören. Aber auch Interviews und Umfragen mit der bestehenden Kundschaft sind eine gute Möglichkeit, um eine Buyer Persona aufzubauen.

in einigen CRM-Systemen wie HubSpot gibt es die Möglichkeit Buyer Personas zu hinterlegen und Kontakte somit zu clustern. Somit können Sie Ihre Maßnahmen und Kampagnen optimal an der Kundschaft ausrichten. Übrigens gibt es auch ein tolles Tool von HubSpot, das beim Erstellen von Buyer Personas unterstützt.

3 interessante Fakten zum Thema Buyer Persona

  1. In vielen Fällen haben Unternehmen nicht die eine ideale Buyer Persona, stattdessen setzt sich ihre Zielgruppe aus mehreren zusammen. Daher lohnt es sich, mehr als eine Buyer Persona zu erstellen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, nicht zu viele zu definieren, da dies sonst kaum einen Vorteil zur reinen Zielgruppenanalyse bietet.
  2. Eine Buyer Persona ist nicht in Stein gemeißelt, sondern kann sich mit der Zeit verändern oder entwickeln. Aus diesem Grund sollte regelmäßig eine Überarbeitung und Ergänzung stattfinden.
  3. Aufgrund der Tatsache, dass die Informationen für die Entwicklung der Buyer Persona aus verschiedenen Quellen kommen können, empfiehlt sich ein Team aus Mitarbeitern, die viel Kundenkontakt haben wie beispielsweise Marketing, Vertrieb und Kundendienst.

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