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Bis zur Stückliste und weiter! – Die Stückliste in myfactory Cloud ERP

Katrin Hemmerling
Katrin Hemmerling

Sollen wir eine kleine Wette abschließen? Wir sind uns nämlich sicher, dass Sie heute bereits etwas in der Hand gehalten habe, dass beim Hersteller als Stückliste geführt worden ist. Sie glauben uns nicht? Dann sehen Sie sich einen Kugelschreiber oder auch ein Fahrrad einmal genauer an! Diese Artikel sind nur zwei Beispiele für Produkte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Hersteller als Stücklisten hinterlegt sind. Was diese Stückliste aber eigentlich ist und wie die Abbildung einer Stückliste in myfactory Cloud ERP, einer etablierten ERP-Lösung, erfolgt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was ist eine Stückliste?

Eine Stückliste beschreibt ein Produkt, das aus verschiedenen Komponenten besteht. Diese Komponenten müssen zusammengefügt werden, damit ein fertiges Endprodukt entsteht. In der Stückliste ist darum hinterlegt, welche Menge der Komponente in welchem Arbeitsschritt einzufügen ist, um das Produkt herzustellen. Im deutschen Sprachgebrauch setzt sich immer bei die Bezeichnung BOM als Abkürzung für Bill of Material durch.

Welchen Typen von Stücklisten gibt es?

Abhängig davon, wofür die Stückliste benötigt wird, gibt es Unterscheidungen zum Stücklistentypen. Diese resultiert aus der Darstellung am Monitor oder auch Ausdruck.

Die Mengenstückliste

Sie listet ohne Differenzierung die für das Produkt benötigten Mengen auf. Aufgrund der indifferenzierten Auflistung sind Baugruppen in der Mengenstückliste nicht enthalten. Multipliziert man die benötigten Mengen mit der zu fertigen Menge, erhält man eine Auftragsstückliste.  Im englischen Sprachraum ist sie als Quantity Synopsis Parts List bekannt.

Die Strukturstückliste

Sie enthält alle Baugruppen, Einzelteile und Rohstoffe des Produkts. Die Darstellung des Produkts erfolgt meist in tabellarischer Form. Anders als in der Mengenstückliste zeigt die Strukturstückliste die Mengeneinheit des ihr übergeordneten Teils und geht somit tiefer als die Mengenstückliste. Der englische Sprachraum kennt die Strukturstückliste als Structural Parts List oder auch als Intented BOM.

Die Baukastenstückliste

Eine Baukastenstückliste betrachtet jeweils lediglich eine Ebene der Struktur. Aufgrund dessen enthält diese dann eigene Stücklisten. Diese wiederum finden Verwendung in der übergeordneten Gruppe. Im englischen Sprachraum ist das Äquivalent zu einer Baukastenstückliste die Unit List oder die Single-Level-BOM.

Die Variantenstückliste

Für die Variantenstückliste greift die DIN 199-1:2002-03. Hierfür erfolgt die Zusammenfassung mehrerer Stücklisten auf einem Vordruck. Dies dient der gemeinsamen Aufführung verschiedener Gegenstände mit einem oft hohen Anteil identischer Bestandteile. Die Variantenstückliste ist im englischen Sprachraum als Variants Parts List oder Modular BOM bekannt.

Komplex-Stückliste

Sie ist auch unter den Bezeichnungen konfigurierbare Stückliste, Auswahl-Stückliste oder Maximal-Stückliste geläufig. Die Komplex-Stückliste stellt eine Form der Variantenstückliste dar und bildet alle Varianten eines Produkts oder einer Baugruppe gemeinsam ab. Besonders häufig findet die als Configurable BOM oder Super-BOM bekannte Stückliste ihre Anwendung in Betrieben, die komplexe und variantenreiche Erzeugnisse herstellen – wie beispielsweise der Automobilindustrie.

Dispositionsstückliste

Die Dispositionsstückliste hat den Zweck, Auskunft über die Dispositionsreihenfolge zu geben. Die Komponenten sind auf der untersten Verwendung zusammengefasst, sodass eine gleichzeitige Disposition möglich ist. Die Strukturstückliste lässt sich in die Dispositionsstückliste überführen.

Die Stückliste in myfactory Cloud ERP

Eine Übersicht über die Stücklisten in myfactory finden Sie unter Stammdaten → Stücklisten. Eine Besonderheit der Stücklisten in myfactory ist die Tatsache, dass Sie zur Verwendung nicht grundsätzlich das Zusatzmodul Produktion verwenden müssen, um beispielsweise Ihre Stücklistenfertigung abbilden zu können. Bitte beachten Sie jedoch, dass Ihnen ohne das Produktionsmodul Funktionen wie Arbeitsgänge und Arbeitszeiten in den Stücklisten nicht zur Verfügung stehen.

Beispielfall aus der Praxis

Klaus Klever ist Geschäftsführer der Klever GmbH. Das Unternehmen pflegt seine Stücklisten über Exceltabellen. Nun merkt Klaus jedoch, dass er seiner Kundschaft keine zeitnahen Auskünfte zu Lieferterminanfragen erteilen kann. Denn zu mühsam ist die Prüfung der Komponentenverfügbarkeit zur jeweiligen Stückliste. Klaus sucht deswegen Rat bei den Digital-Webern – seine Anforderung lässt über die Stücklisten in myfactory abbilden!

Um einen Artikel als Stückliste zu definieren, müssen Sie im Artikelstamm den Artikeltypen Stückliste hinterlegen. Sie finden diese Funktion unter Stammdaten → Artikel im Tab Grundlagen in der Drop-Down-Auswahl zum Artikeltypen.

Die Definition der Stückliste in myfactory

Über die Funktion „…“ gelangen Sie zudem direkt in die detaillierte Ansicht und Bearbeitung Ihrer Stückliste. Neben der Artikelnummer finden Sie weiterhin den Versionsverlauf und können über die entsprechende Schaltfläche eine neue Version anlegen oder auch löschen.  Für den Status stehen Ihnen im Drop-Down-Menü Entwicklung, Freigegeben, Ausgelaufen, Gesperrt und Beistellliste zur Verfügung. Weitere Artikel für Ihre Stückliste fügen Sie zudem über die Schaltfläche Artikel einfügen hinzu.

Der linke Bereich der Ansicht zeigt Ihnen die einzelnen Stücklistenpositionen, der Bereich rechts hingegen bietet Ihnen detaillierte Informationen zur jeweiligen Position. So können Sie Arbeitsgänge und weitere Materialien hinterlegen, die entsprechenden Mengen und Mengeneinheiten festlegen.

Die detaillierte Stückliste in myfactory

💡 Schon gewusst 💡

In der Schaltfläche Optionen finden Sie weiterhin die Funktion der Terminsimulation. Hier können Sie dann für die Stückliste in myfactory die gewünschte Menge eingeben und erhalten im anschließenden Fenster Terminierung bearbeiten eine Übersicht über den frühestmöglichen Fertigstellungstermin. Als Terminierungsoptionen stehen Ihnen weiterhin die Vorwärtsterminierung und die Rückwärtsterminierung zur Verfügung. So können Sie jederzeit mit wenigen Klicks überprüfen, ob der gewünschte Liefertermin seitens Ihrer Kundschaft realisierbar ist, ohne dafür Produktionsaufträge einlasten zu müssen!

Haben wir die Wette zu Stücklisten in myfactory gewonnen?

Und? Hatten Sie heute bereits einen Kugelschreiber in der Hand? Katrin freut sich bei einem (virtuellen) Kaffee auf eine Auflösung Ihrerseits. Gerne spricht Sie mit Ihnen dann auch über Ihre individuellen Anforderungen und Herausforderungen zu Stücklisten in myfactory. Kommen Sie mit uns ins DigiTAL!

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