Beschäftigen Sie sich sich mit Websites oder SEO? Dann sind Sie mit Sicherheit auch schon auf das Thema Weiterleitungen gestoßen. Jedes Mal, wenn Sie eine Seite löschen, Ihre URL-Struktur ändern oder zu einer neuen Domain wechseln, müssen Sie Ihre URLs entsprechend umleiten. Dafür werden Redirects verwendet. Dass alle Weiterleitungen richtig funktionieren, ist elementar für Ihre SEO.

Weiterleitungen auf Websites: Welche Weiterleitung Sie wann verwenden.

Als Redirect oder Weiterleitung (Kurzform für “redirection”) wird eine server- oder clientseitige und automatische Umleitung einer URL zu einer anderen URL bezeichnet. Weiterleitungen werden für verschiedene Zwecke, wie dem Umzug einer Website auf eine neue Domain oder Serverwartungen, verwendet. Ein Redirect weist Suchmaschinen-Bots an, entweder vorübergehend oder dauerhaft einen anderen Weg zu nehmen, um auf eine bestimmte Seite zuzugreifen. Wenn Sie die falsche Art der Weiterleitung wählen, kann dies negative Auswirkungen auf Ihre SEO haben. Seien Sie bei der Einrichtung also vorsichtig. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die verschiedenen Arten von Weiterleitungen und wann Sie sie verwenden sollten.

Warum Sie Weiterleitungen brauchen.

Google und Nutzer einer Website merken sich die URL-Strukturen. Ändern sich diese nun zum Beispiel in Folge eines Website-Relaunches, sollten alle Inhaltsseiten auch nach dem Relaunch noch über ihre alte URL den Nutzer zum Ziel bringen.

Weiterleitungen

Die Umleitung von URLs ist Teil der regelmäßigen Wartung Ihrer Website. Es gibt viele Gründe, sie zu verwenden, aber dies sind die häufigsten:

  • Löschen einer Seite oder eines Beitrags
  • Aktualisieren oder Bereinigen von Inhalten
  • Umzug Ihrer Website auf eine neue Domain
  • Verzicht auf die Verwendung von www in Ihrer Domain
  • Aktivieren von Permalinks in WordPress
  • Zusammenführen von Websites
  • Ihr CMS ändern
  • Veränderung Ihrer URL-Struktur
  • HTTP-Status-Codes

Um zu verstehen, wie Umleitungen funktionieren und wie Sie beeinflussen können, was ein Server an einen Browser zurückgibt, müssen Sie die HTTP-Statuscodes kennen. Ein HTTP-Statuscode ist eine festgelegte Zahl, die ein Server nach einer bestimmten Anfrage für eine Seite an einen Browser sendet. Beispiel hierfür sind 200, 301, 404 und 503. Jeder Code dient dabei einem bestimmten Zweck. Der Code 404 zeigt z.B. an, dass eine Seite nicht gefunden wurde. 503 bedeutet, dass der Server wegen Wartungsarbeiten oder Überlastung vorübergehend offline ist.

Wenn Sie Ihre Seite fehlerfrei warten wollen, müssen Sie Ihre HTTP-Statuscodes kennen.

Arten von Weiterleitungen

Es gibt viele verschiedene Weiterleitungen. Einige davon werden Ihnen häufiger über den Weg laufen als andere. Um den Überblick zu behalten, sollten Sie die wichtigsten kennen und sie sich merken.

301 – Dauerhafte Weiterleitung

Die 301 ist eine der häufigsten Weiterleitungen. Sie sollten sie verwenden, wenn Sie eine gelöschte oder verschobene Seite dauerhaft umleiten möchten oder wenn Sie etwas an Ihrer Permalink-Struktur geändert haben. Dieser Code teilt Suchmaschinen mit, dass die betreffende Seite an dieser Stelle nicht mehr verfügbar ist und nicht mehr indiziert werden soll. Wenn Sie eine Umleitung allerdings nicht korrekt einstellen, sehen Ihre Besucher – und Crawl-Bots – die Fehlermeldung 404.

Da eine 301-Weiterleitung Besucher permanent von der alten URL zu einer neuen führt, sollten Sie diese nur verwenden, wenn Sie sicher sind, dass Sie die alte URL nie wieder verwenden werden. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie die URL doch wieder nutzen möchten, benötigen Sie stattdessen eine temporäre Umleitung.

Die Weiterleitung 301 übergibt den gesamten Linkwert, den eine verworfene URL im Laufe der Jahre angesammelt hat, an die neue URL, so dass die neue URL an Wert gewinnt oder behält.

302 – Vorübergehende Weiterleitung

Die Weiterleitung mit der Bezeichnung 302 wird oft als vorübergehende Umleitung verwendet. Der Code bedeutet, dass der angeforderte Inhalt gefunden wurde, er befindet sich jedoch an einem anderen Ort. Er sagt nicht, warum. Wenn Sie Besucher beim Besuch dieser speziellen Seite auf eine alternative Seite weiterleiten möchten und Sie die URL in Zukunft wiederverwenden möchten, verwenden Sie die Weiterleitung 302.

Da es sich um eine temporäre Umleitung handelt, erwartet Google eine spätere Rückkehr zur alten URL oder eine andere Bearbeitung. Wenn Sie die 302 für einen längeren Zeitraum bestehen lassen, beginnt Google, sie als 301 zu behandeln und den Wert, den dieser Link hatte, weiterzugeben.

307 – Temporäre Weiterleitung

Weiterleitungen vom Typ 302 wurden oft für temporäre Umleitungen verwendet. Mit dem Aufkommen von HTTP 1.1 hat 307 diese aber als gültige temporäre Umleitung ersetzt. Während eine 302 etwas vage ist, besagt eine 307 genau, dass die angeforderte URL an einen temporären Speicherort verschoben wurde und in einer Weile zurückkommen wird. Da sich diese Anfrage in Zukunft ändern kann, sollte die Anfrage weiterhin unter Verwendung der ursprünglichen URL gestellt werden. Verwenden Sie diese Umleitung, wenn Sie sicher sind, dass die Verschiebung temporär ist und Sie später immer noch die ursprüngliche URL benötigen.

Neben den traditionellen Codes finden Sie zwei weitere, die aber nicht wirklich weiterleiten. Diese sind jedoch nach wie vor für die täglichen Wartungsarbeiten auf Ihrer Website relevant. Sie könnten mit Hilfe der Codes 410 und 451 erkennen, dass frühere Inhalte nicht mehr verfügbar sind.

410 – Inhalt gelöscht

404 Fehlerseiten sind eines der größten Probleme auf Websites. Wenn Sie Ihre Anzeigen in der Google-Suchkonsole ansehen, werden Sie sicher einige dieser Codes finden. Sie müssen schnellstmöglich behoben werden, denn sie wirken sich negativ aus: Google sieht sie als Zeichen für schlechte Wartung, und Besucher der Seite werden durch sie verwirrt. 404 Fehler treten häufig auf, wenn die angeforderte Seite oder der Beitrag von der Website gelöscht wurde und die URL nicht umgeleitet wurde.

Nutzen Sie eine Weiterleitung 301, um Seiten mit 404-Fehlern auf eine relevante Seite oder die Homepage umzuleiten. Alternativ können Sie aber auch Suchmaschinen mitteilen, dass diese Seite mit einer 410-Umleitung gelöscht wurde. Sie wissen dann, dass die Seite nicht mehr zurückkehrt und können die Seite daher aus dem Index löschen.

451 – Inhalt aus rechtlichen Gründen nicht verfügbar

Sollten Sie jemals eine Seite aus juristischen Gründen löschen müssen, geben Sie der gelöschten Seite den Code 451. Dadurch wird Suchmaschinen mitgeteilt, dass hier ein Eintrag vorhanden war und Sie die Inhalte aus rechtlichen Gründen nicht darstellen können. Informieren Sie sich frühzeitig über Ihre Möglichkeiten, sollten Sie jemals in diese Situation kommen.

REGEX-Weiterleitungen

Wenn Sie komplexe Weiterleitungen einrichten, stoßen Sie möglicherweise auf REGEX-Weiterleitungen. Bei normalen Weiterleitungen geben Sie eine einzelne Quell-URL und eine Ziel-URL an. Mit REGEX-Weiterleitungen (kurz für Regular Expressions) können Sie z.B. eine einzige Weiterleitung erstellen, um ganze Gruppen von URLs, die ein Keyword enthalten, an einen neuen Ort zu verschieben. Dies spart bei der Arbeit an einem umfangreichen SEO-Projekt eine Menge Zeit. Sie sollten REGEX jedoch sehr bedacht und vorsichtig einsetzen, denn sie können bei Fehlern damit Ihre Website leicht kaputt machen.

Fazit.

Die Arbeit mit Weiterleitungen ist für viele SEOs eine tägliche Aufgabe. Mit dieser Übersicht haben Sie einige wichtige Weiterleitungen kennengelernt. Aber seien Sie vorsichtig bei der Auswahl Ihrer Weiterleitungen! Denken Sie darüber nach, was Sie erreichen wollen, und wählen Sie dann die am besten geeignete Methode.

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