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Agile Unternehmensführung mit Scrum

Angesichts potenziell disruptiver Marktdynamiken muss ein Unternehmen heute schnell und wendig sein. Es bedarf jeden Tag eine neue Lagesondierung sowie darauf aufbauende Entscheidungen. Das bedeutet einen hohen Abstimmungsbedarf, und neue Leadership-Modelle. Scrum bietet dafür die Grundlage.

Agile Unternehmensführung mit Scrum

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel und das macht sich bemerkbar. Unternehmen müssen sich ganz nach dem Motto Human Centric auf Ihre Mitarbeiter fokussieren und Verhaltensweisen ändern. Das Stichwort ist agile Unternehmensführung. Agil bedeutet beweglich, an die Situation angepasst und nicht starren Hierarchien oder Strukturen unterworfen. Ganz im Gegensatz zum klassischen Rollenverständnis, bei dem Mitarbeiter der Führungskraft dienen, stellt sich bei den modernen Führungsmethoden der Manager in den Dienst seines Teams. Er unterstützt es so gut, wie es geht, um den möglichst besten Output zu erhalten. Die Verantwortung für das Gelingen eines Projektes teilt sich dabei das gesamte Team.

Der Scrum-Prozess kommt ursprüngliche aus der Software-Entwicklung.

Basis für den Erfolg moderner Führung ist dabei vor allem die Kommunikation: Transparenz, Dialog, Vertrauen und kurzfristige Feedbacks. Um agiles Projektmanagement auch im Alltag sinnvoll einsetzen zu können, bedarf es einfacher Regeln, definierter Rollen und täglicher Abstimmungen im Team. Eine Möglichkeit, die wir auch bei den DIGITAL-WEBERN nutzen, bietet Scrum.

In einem Scrum-Projekt sollen wenige und einfache Regeln gelten, die maßgeblich dafür sind, dass das Projektteam die gemeinsamen Ziele erreicht. Entscheidend ist, dass ein Team beim agilen Projektmanagement sich selbst organisieren kann und auch darf und dass es interdisziplinär zusammengesetzt ist, sodass unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen. Dafür gibt es bestimmte Rollen und Termine.

Rollen und Verantwortlichkeiten

Product Owner

Der Product Owner hat die wichtige Aufgabe die Interessen des Unternehmens (Business Value) und der Kunden (User Value) in Einklang zu bringen und den Wert aus dem Produkt oder Projekt zu maximieren. Damit das gelingt, braucht der Product Owner ein tiefgreifendes Verständnis der Kundenbedürfnisse und der strategischen Rahmenbedingungen aus Sicht des Unternehmens. Das wichtigste Werkzeug des Product Owners ist das Backlog und die Priorisierung der darin enthaltenen Themen. Zudem formuliert der Product Owner für jeden Sprint ein Sprint-Ziel.

Scrum-Master

Der Scrum Master war möglicherweise bisher ein Teamleiter oder Vorgesetzte. Seine wichtigste Aufgabe ist das Team und den Product Owner darin zu befähigen, ihre Aufgaben bestmöglich zu erledigen. Dazu beseitigt er Hindernisse, trägt zu einer effizienten Umsetzung bei und unterstützt das Team in der Einhaltung des Scrum Prozesses. Zudem schützt der Scrum Master das Team vor ungewollter Einflussnahme. Dazu coacht er auch beteiligte Stakeholder wie beispielsweise Geschäftsführer oder andere Vorgesetzte und stellt sicher, dass agile Prinzipien von allen Beteiligten gelebt werden.

Team

Das Team arbeitet autonom und selbstorganisiert an der Umsetzung der verabredeten Aufgaben. Dazu bestimmt das Team die in einem Sprint zu erledigenden Aufgaben nach den Prioritäten des Product Owners. Das heißt, es werden keine Arbeitspakete zugeteilt. Stattdessen entscheidet das Team während des Planings anhand von Priorität und Machbarkeit, welche der Aufgaben im Rahmen des Sprints erledigt werden können. In einem Team müssen alle notwendigen Kompetenzen und Fähigkeiten vorhanden sind, um die verabredeten Aufgaben zu lösen und die Ziele des Sprints zu erreichen.

Der Scrum-Prozess

Der Scrum Prozess besteht in einer wiederkehrenden Abfolge von Sprints. Dabei ist ein Sprint ein fest definiertes Zeitintervall, in dem das Team an der Erledigung der vereinbarten Aufgaben und der Erreichung des Sprint-Ziels arbeitet. Die Dauer eines Sprints beträgt typischerweise 1-4 Wochen und wird in Abhängigkeit des Projektes festgelegt.

Jeder Sprint startet mit einem gemeinsamen Sprint Planning, an dem das gesamte Scrum-Team teilnimmt. Während des Plannings werden anstehende Aufgaben diskutiert und der erwartete Aufwand geschätzt.

Das Daily ist eine tägliche Synchronisation des umsetzenden Teams. Da die Dauer auf 15 Minuten begrenzt ist, findet es oft im Stehen statt. Deswegen wird es mitunter auch “Stand Up” genannt. Es sollte nicht länger als 15 Minuten dauern und ist dazu da, dem restlichen Team ein kurzes Update zu geben, um sich mit den Kollegen zu synchronisieren.

Am Ende jedes Sprints folgt das sogenannte Sprint Review bzw. Sprint Retrospective, in dem der vergangene Sprint besprochen wird. Was wurde geschafft? Wo hat es Probleme gegeben? Was kann beim nächsten Sprint besser gemacht werden.

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